Bettelnder Hund? Bloß nicht!

Tun Sie sich, Familienmitgliedern oder Besuchern bitte einen Gefallen und lassen Sie Ihren Hund nicht betteln. Nie! Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn ein sabbernder, tropfender Hund neben dem Tisch sitzt und Ihre Gäste belästigt.

Vielleicht gehören Sie zu den Menschen, die das bezaubernd finden und sogar vom Tisch füttern (Pfui, böser Mensch! Sie tun der Gesundheit Ihres Hundes keinen Gefallen mit gewürztem Menschen-Essen! All das hat in einem Hundekörper nichts verloren!), aber möchten Sie niemals Gäste einladen? Wenn Sie ein Einsiedler sind und auf Besuch verzichten, mag es egal sein, wenn Ihr Vierbeiner sie anstarrt und zu hypnotisieren versucht, während Sie essen. Aber wenn sie Leute einladen und bekochen möchten, erziehen Sie allen zuliebe Ihren Hund. Niemand hat gerne Sabberfäden auf dem Bein, wenn er sich gerade das Essen schmecken lassen will.

Ich habe meinen Hund von Anfang an immer auf seinen Platz geschickt, wenn gegessen wurde. Klar, anfangs ist es schwer, gebe ich zu. Mal abgesehen davon, dass die Stinker ja unglaublich süß sind, wenn sie einen mit großen Kulleraugen anschauen… Man kommt auch bei den ersten paar Erziehungsversuchen unter Umständen kaum zum Essen. Man muss „das liebe Vieh“ meist mehrmals wieder auf den Platz verweisen. Immer wieder wird der Hund versuchen, das Essen alleine anzutreffen. Mal linst es heimlich, still und leise um die Ecke, mal robbt es gaaaanz unauffällig im Liegen voran Richtung Schinken. Nicht schwach werden! Nicht nachgeben! Sie werden sehen, wie angenehm es ist, wenn Sie künftig in Ruhe essen können. Es lohnt sich, am Anfang konsequent zu bleiben. Und die meisten Besucher werden überrascht sein. Wie oft habe ich gehört „Wow, Dein Hund ist aber brav!“, wenn ich Freunde zum Essen da hatte. Tja, es geht also! Ein Hund muss nicht zwangsläufig betteln.

Wenn Sie Ihren Hund auch beim Kochen nicht in den Füßen haben möchten, gibt es auch einen einfachen Trick, ihm das Herumlungern in der Küche abzugewöhnen: Nehmen Sie sich ein paar kleine Kaffee-Löffel zur Hand und lassen Sie ab und an einen in der Nähe des auf Häppchen wartenden Vierbeiners fallen. Er wird das Geräusch als extrem unangenehm empfinden und sich anfangs auch etwas erschrecken. Wenn Sie das konsequent durchhalten, wird sich Ihr Hund irgendwann an einen ruhigeren Ort zurückziehen und Sie können unbehelligt kochen.

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